3 Tage in Quiberon

„La Schneider“ oder „Sissi“ sucht man hier vergebens, denn es geht um Romy. Die auch in diesem sensiblen Porträt auf der Suche ist.

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„Ich bin eine unglückliche Frau von 42, und mein Name ist Romy Schneider,“ sagt die legendäre Schauspielerin (Marie Bäumer) zu Beginn des Interviews mit Journalist Michael Jürgs (Robert Gwisdek). Zwei Freunde (Birgit Minichmayr, Charly Hübner) unterstützen sie dabei. Jürgs stellt seine Fragen gekonnt und versteht, Romy Schneider aus der Reserve zu locken. Letztendlich gibt sie einiges von sich preis, obwohl sie genau das vermeiden wollte. Drei Tage lang bekommt der Journalist einen Einblick in ihr von Zweifeln und Trauer erfülltes Leben – wird er sie auch nur ausnutzen wie andere zuvor?

Die umwerfende Marie Bäumer spielt Romy Schneider: Die Ähnlichkeit ist offensichtlich, die Ausstrahlung erstaunlich. Mit Leichtigkeit vermag sie es, die große Mimin zu verkörpern und Freude und Schmerz in schwarz-weiß zu zaubern. In einer stilsicheren Mischung aus Fakten und etwas Fantasie erschafft Regisseurin Emily Atef ein einfühlsames Porträt einer ewig missverstandenen Frau. In Deutschland als Sissi verehrt, in Frankreich geliebt für ihre mutigen Rollen – alle wollten immer ihre Romy, und die blieb immer auf der Suche nach sich selbst.

»Würdig und würdevoll für eine Frau wie Schneider und damit auch ein Werk, das dieser Frau den Respekt entgegenbringt, den sie Zeit ihres Lebens nicht erfahren durfte.« (Kino-Zeit)

AT/FR/DE 2018 | Regie: Emily Atef | Mit: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Charly Hübner | ab 0 Jahren | 116 Minuten