Gran Torino

Clint Eastwood zieht als verbitterter Rentner und Koreakriegsveteran ins Gefecht gegen die Gangs seiner Nachbarschaft.

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Nach dem Tod seiner Frau igelt sich Koreakriegsveteran Walt Kowalski ein, zieht sich zurück auf die Veranda seines Häuschens in einer Vorstadt von Detroit und sieht zu, wie sein Amerika vor die Hunde geht. Das Fass zum Überlaufen bringt der Nachbarsjunge der verhassten Hmong-Familie, der auf Geheiß einer ansässigen Gang Walts 72er Gran Torino stehlen soll. Als die Tochter der Nachbarn belästigt und deren Sohn eines Nachts von einer Gang angegriffen wird, schlägt sich Walt auf deren Seite. Genug ist genug. Das macht ihn zum Helden der Nachbarschaft, aber bringt ihn auch in akute Lebensgefahr.

Für seine zweite Regiearbeit im Jahr 2008 nach „Der fremde Sohn“ steht der zum Zeitpunkt des Drehs 78-jährige Clint Eastwood erstmals seit „Million Dollar Baby“ wieder selbst vor der Kamera, in einer Rolle, von der es in Internetgerüchten zunächst hieß, es handle sich um einen sechsten Auftritt als Harry Callahan. Tatsächlich ist sein Walt Kowalski ein Konservativer von echtem Schrot und Korn, der im Verlauf der Handlung gezwungen wird, seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Und wie fast immer im Alterswerk Eastwoods geht es in dem bewusst schmucklosen Drama auch um Gewalt und ihre verheerenden Folgen, um Rassismus und falsches Heldentum.

»Der (…) Film entwickelt aus einer zunächst alltäglichen Nachbarschaftssituation ein kraftvolles und überzeugendes Plädoyer für Verständigung und Zivilcourage.« (Programmkino.de)

US 2008 | Regie: Clint Eastwood | Mit: Clint Eastwood, Ahney Her, Bee Vang | ab 12 Jahren | 116 Minuten