Varda par Agnès

Ein filmisches Selbstportrait und eine sympathische und weise Lektion was im Leben und beim Filmemachen wichtig ist.

Movie Artwork

Als Agnès Varda ihren ersten Film inszenierte, da wusste sie nicht, was sie tat. Sie hatte keine Ausbildung an einer Filmschule genossen, hatte keine Praktika bei Filmemachern auf sich genommen, aber was sie hatte, war eine Vision. Sie schrieb schnell und drehte noch schneller, immer auf den Moment gerichtet, darauf, die Flüchtigkeit dessen einzufangen und eine Geschichte voranzutreiben, die sich vor ihrem geistigen Auge längst entfaltet hatte.

VARDA PAR AGNÈS kreist um ihr Schaffen als Filmemacherin, Fotografin und Installationskünstlerin. Dabei wagt sie assoziative Zeitsprünge und erzählt anekdotenreich und klug, so dass der Film auch für Zuschauer unterhaltsam bleibt, die mit ihren Werken nicht vertraut sind. Wie in ihrem vorletzten Film „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ wird auch in VARDA PAR AGNÈS in den vielzähligen Begegnungen mit anderen Menschen deutlich, was Agnès Varda war und ist, eine große Erzählerin des Lebens.

FR 2018 | Regie: Agnès Varda, Didier Rouget | ab tba Jahren | 115 Minuten