Rammstein - Paris

Die 1994 in Berlin gegründete Band spielte 2012 an zwei Abenden in Paris vor jeweils 17.000 Menschen - und jetzt auch im Kino!

Movie Artwork

„Nur ein Film“ sagt man ja manchmal, wenn man sich selbst beruhigen will. Wenn im Kino etwas zu grauenhaft wird, wenn einem die Bilder zu nahe kommen, ins Gesicht springen, wenn es körperlich wird. Bei RAMMSTEIN: PARIS funktioniert der alte Beschwichtigungstrick leider nicht, denn dieser Film – gedreht am 6. und 7. März 2012 in Paris, als die derzeit größte deutsche Rock-’n‘-Roll-Band auf ihrer „Made in Germany“-Tournee zwei Abende lang im Palais Omnisports im Stadtteil Bercy spielte, brannte, donnerte – lässt wirklich alles auf seine Zuschauer niederbrechen, was sie auch in der echten Rammstein-Show am eigenen Leib spüren würden. Eine Attacke aus Blitz und Dunkelheit. Eine Sinfonie der Triebe. Ein muskulöses Date mit den Gladiatoren der Liebe. Musik. Theater. Feurige Umarmung. Wie schon oft bei dieser Band gesagt: ein Gesamtkunstwerk.

Der schwedische Regisseur Jonas Åkerlund ist berüchtigt für die radikalen, stilbildenden Videos, die er mit Bands wie The Prodigy, Metallica, den Rolling Stones und eben auch Rammstein gemacht hat. Durch seine Musikinszenierungen flackern irrwitzige Details, umgestülpte Perspektiven, Kontrast-Schocks, Sinnesverwirrungen – und in RAMMSTEIN: PARIS zelebriert er das von Minute eins an – bis zum Ende.

»Absolute Perfektion.« (filmstarts.de)

DE 2016 | Regie: Jonas Åkerlund | ab 16 Jahren | 97 Minuten