Le Havre

Traumhaft schönes Sozialmärchen vom finnischen Pessimisten Aki Kaurismäki mit dem "happiest Ending in film history".

Movie Artwork

Der 60-jährige Marcel Marx (André Wilms) war einst Schriftsteller. Da der gewünschte Autoren-Erfolg jedoch niemals eintrat, beschloss Marcel vor einiger Zeit, in die Hafenstadt Le Havre zu gehen. Dort übt er seit jeher den wenig profitablen aber dennoch ehrbaren Beruf des Schuhputzers aus. Marcel ist glücklich und zufrieden mit seinem einfachen Leben. Doch dann erkrankt seine Ehefrau Arletty (Kati Outinen) an Krebs. Während diese im Krankenhaus liegt, bietet Marcel einem afrikanischen Flüchtlingskind namens Idrissa (Blondin Miguel) Unterschlupf in seinem Haus. Derweil ist die Polizei dem Jungen auf den Fersen. Nun muss Marcel irgendwie an Geld kommen, um Idrissa die Überfahrt nach England zu ermöglichen..

Ein traumhaft schönes Sozialmärchen legt Aki Kaurismäki nach fünf Jahren Leinwandabstinenz vor. Er lässt in einer kalten kapitalistischen Welt Solidarität und Subversion blühen, verzaubert mit ungewohnter Leichtigkeit, poetischem Realismus und seinem patentierten lakonischen Humor, verbeugt sich vor dem Werk von Jean-Pierre Melville und dem französischen Film noir. Souverän balanciert er zwischen Realismus der Außen- und Stilisierung der Innenszenen, unterstützt von Timo Salmines sorgfältiger Kamera.

»Ein menschliches, wunderbares, einfach unwiderstehliches Sozialmärchen.« (ARD)

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FR/FI 2011 | Regie: Aki Kaurismäki | Mit: André Wilms, Jean-Pierre Darroussin, Kati Outinen | ab 0 Jahren | 93 Minuten