Aus nächster Distanz

Psychologisches Drama trifft auf Agententhriller in einer Geschichte um zwei Frauen, die sich nicht vertrauen dürfen.

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Die Israelin Naomi (Neta Riskin) arbeitet für den Mossad und soll eine libanesische Informantin beschützen. Mona (Golshifteh Farahani) musste aus dem Libanon fliehen, hat gerade eine neue Identität erhalten und sich dafür einer Gesichtsoperation unterzogen. Zusammen mit der Agentin muss sie sich in einer gesicherten Hamburger Wohnung verstecken. Es gibt kein Vertrauen zwischen den Frauen und doch stellen sie fest, dass sie mehr gemeinsam haben als ihre aktuelle Situation. Dennoch wird die Zeit im Versteck für sie zur Belastung, bis ihr Schlupfloch entdeckt und sie angegriffen werden.

In diesem kammerspielartigen Mix aus Agententhriller und Drama wird den beiden Hauptdarstellerinnen, Golshifteh Farahani aus dem Iran und ihrer israelischen Kollegin Neta Riskin, die perfekte Bühne geschaffen. Die klaustrophobische Atmosphäre der abgeschotteten Wohnung und die vielen im Raum stehenden Fragen lassen die Spannung zwischen den Figuren immer weiter steigen. Sind sie denn nun Feinde oder Verbündete? Vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts hebt Eran Riklis‘ („Die syrische Braut“) Film die Situation der beiden Frauen noch auf die nächste Ebene.

»Eran Riklis serviert Filmkunst mit Suspense und Hintersinn zu einem Thema, das keine einfachen Lösungen zulässt, und macht daraus eine Geschichte mit starken Frauenfiguren und einem eindeutigen Friedensappell.« (programmkino.de)

Refuge | DE/IL/FR 2017 | Regie: Eran Riklis | Mit: Golshifteh Farahani, Neta Riskin, Yehuda Almagor | ab 12 Jahren | 93 Minuten