Vom Gießen des Zitronenbaums

Absurdes Drama von Regisseur Elia Suleiman, in dem er sich Gedanken über den Begriff »Heimat in der Ferne« macht.

DF
Movie Artwork

In Nazareth lebt der Regisseur Elia allein in einem großen Haus mit Garten, der langsam von einem Nachbarn übernommen wird. Während in seiner Heimat der Nahost-Konflikt zum Alltag geworden ist, verrückte Menschen auf den Straßen rumlaufen, israelische Soldaten wie selbstverständlich Gefangene durch die Gegend fahren, versucht Elia einen neuen Film auf die Beine zu stellen. Doch die Finanzierung erweist sich als schwierig, also begibt er sich weltweit auf die Suche. In den Straßen von Paris trifft er daraufhin auf vereinzelte Spuren eines zunehmenden Überwachungsstaates, auf ständige Polizeipräsenz, die sich auch in New York, seiner nächsten Station, fortsetzt…

Seit GÖTTLICHE INTERVENTION, der 2002 den Jurypreis in Cannes gewinnen konnte, gilt Elia Suleiman mit seinen zutiefst persönlichen Filmen, in denen er stets selbst als Hauptdarsteller agiert, als führender palästinensischer Filmemacher – und als gesetzt für Cannes. Zehn Jahre nach THE TIME THAT REMAINS ist er nun zurück an der Croisette, mit einer burlesken, absurden Geschichte über Identität, Nationalität und Zugehörigkeit, in der Suleiman eine grundlegende Frage stellt: Wo kann man sich Zuhause fühlen?

»Mit viel absurdem Humor und einem unnachgiebig trockenen Blick.« (filmstarts.de)

It Must Be Heaven | FR/DE 2019 | Regie: Elia Suleiman | Mit: Elia Suleiman, Ali Suliman, Natascha Wiese | ab 0 Jahren | 102 Minuten