Foxtrot

Drama über vier israelische Grenzsoldaten, die in einer absurd-zermürbenden Situation im Niemandsland feststecken.

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Eines Tages stehen Offiziere vor der Tür von Architekt Michael (Lior Ashkenazi)  und seiner Frau Dafna (Sarah Adler) in Tel Aviv und teilen ihnen mit, dass ihr 19-jähriger Sohn Jonathan (Yonaton Shiray) im Militärdienst gefallen sei. Ihre Welt bricht zusammen, bis sich herausstellt, dass die Todesmeldung ein Fehler war und ihr Sohn mit drei weiteren Soldaten an einem Grenzposten im Nirgendwo festsitzt. Dort sind die jungen Soldaten der Ödnis und Langeweile ausgesetzt, bis die Situation bei der Kontrolle eines palästinensischen Wagens eskaliert.

Bereits in seinem ersten Film „Lebanon“ beschäftigte sich Regisseur Samuel Maoz auf sehr persönliche Weise mit den Erlebnissen von vier jungen israelischen Soldaten, jedoch im Libanonkrieg 1982. Prägnant und ergreifend erzählt Maoz in FOXTROT seine zweiteilige, sich zwingend einmal um sich selbst drehende Geschichte über Trauer, Wut und die Absurdität der Existenz, ein „Warten auf Godot“ in Gestalt von „Wege des Ruhms“, das in der Tradition absurder Antikriegsfilme steht.

»In der Form eine griechische Tragödie, im Ton ein Drama und auch beißende Satire, im Kern eine deutliche, schonungslose Kritik an seiner israelischen Heimat […]. All das ist Samuel Moaz „Foxtrot“, ein streng inszenierter, komplexer, intelligenter, vielschichtiger Film.« (programmkino.de)

Foxtrot | IL/DE/FR 2017 | Regie: Samuel Maoz | Mit: Lior Louie Ashkenazi, Sarah Adler, Yonaton Shiray | ab 12 Jahren | 113 Minuten