Faust – Eine deutsche Volkssage

Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau, eine Mischung aus der alten Volkssage und Goethes und Marlowes Variationen.

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In der Hoffnung, seine Mitbürger vor der Pest retten zu können, verschreibt sich der Gelehrte Faust dem Mephisto. Dieser schenkt ihm, um ihn fest an sich zu binden, die ewige Jugend. Die Schattenseite: Faust verliert seine Ideale. Nachdem er die Herzogin von Parma an ihrem Hochzeitstag entführt hat, lernt er Gretchen kennen, die durch seine Schuld als Kindermörderin verurteilt und auf den Scheiterhaufen gestellt wird.

Die Verfilmung des Faust-Stoffes war Friedrich Wilhelm Murnaus letzte Regiearbeit in Deutschland, bevor er seine Karriere in Hollywood fortsetzte. Dabei zeigt sich Murnau weniger an den metaphysischen Aspekten seines Sujets interessiert als an den technischen Möglichkeiten des deutschen Stummfilms, die auf beindruckende Weise hervorgehoben werden: aufwendige Miniaturbauten, das Spiel mit Licht und Schatten sowie außerordentliche Trickeffekte, wie beispielsweise der Flug mit Mephistos „Zaubermantel“, für den der Bau einer beweglichen Kameravorrichtung notwendig war.

DE 1926 | Regie: Friedrich Wilhelm Murnau | Mit: Gösta Ekman sen., Emil Jannings, Camilla Horn | ab 6 Jahren | 115 Minuten