Drei Gesichter

Road Movie des iranischen Regisseurs Jafar Panahi, in dem sich die Geschichten von verschiedenen Frauen entfalten.

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(DF)
Movie Artwork

Marziyeh wendet sich in einem Video an die iranische Schauspielerin Behnaz Jafari und erzählt, wie ihre Ambitionen selbst Schauspielerin zu werden von ihrer Familie vereitelt wurden. Anschließend sieht es so aus, als würde sie sich erhängen. Als Jafari die Botschaft zu Gesicht bekommt, ist sie erschüttert, bricht ihre aktuellen Dreharbeiten ab und begibt sich zusammen mit ihrem Freund Jafar Panahi auf den Weg in Marziyehs Dorf. Hier spricht sie mit den Freunden der jungen Frau und trifft auch die Familie, die den Berufswunsch der geächteten Tochter weiterhin ablehnt. Langsam formt sich das Bild einer Gemeinschaft, die zwischen Schicksal und Tradition schwankt.

Nach dem Berlinale-Gewinner »Taxi Teheran«, der die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte, nimmt uns Jafar Panahi in seinem liebevollen Roadmovie »Drei Gesichter« erneut mit auf eine pointenreiche Fahrt durch seine Heimat. Mit Humor und Herzlichkeit gelingt dem iranischen Regisseur ein hoffnungsvolles Plädoyer für Freiheit und Menschlichkeit, das aktueller und globaler nicht sein könnte. Ein intelligentes Kinovergnügen, das in Cannes die Palme für das Beste Drehbuch gewann.

»Mit seinem Fokus auf die Rolle und vor allem die Unterdrückung von Frauen ist […] Jafar Panahi mit Drei Gesichter ein bemerkenswert zeitgeistiger Film gelungen.« (Programmkino.de)

Se rokh | IR 2018 | Regie: Jafar Panahi | Mit: Behnaz Jafari, Jafar Panahi, Marziyeh Rezaei | ab 0 Jahren | DF | 100 Minuten