Dil Leyla

Repression unter Erdogan: Asli Özarslan porträtiert in ihrem Diplomfilm die junge Bürgermeisterin einer kurdischen Stadt.

Movie Artwork

Leyla, eine junge Frau aus Deutschland, wird mit 26 Jahren die jüngste Bürgermeisterin der Türkei. Mit einem Rekordsieg gewinnt sie die Wahlen mit 81 % in Cizre. Eine Krisenregion und Kurdenhochburg an der syrischirakischen Grenze. Hier ist Leyla geboren. Als sie fünf Jahre alt ist, wird ihr Vater bei einem Gefecht mit dem türkischen Militär getötet. Sie fliehen. Nach über 20 Jahren kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück. Ihr Ziel – die Bürgerkriegszerstörte Stadt zu verschönern. Doch dann kommt alles anders. Die Parlamentswahlen in der Türkei stehen an und die Situation vor Ort spitzt sich radikal zu. Die Erinnerungen aus ihrer Kindheit holen sie ein.

Der unter schwierigen Bedingungen entstandene Dokumentarfilm zeichnet ein fragmentarisches Porträt der jungen Politikerin, wobei sich protokollarische Beobachtungen und persönliche Nähe zur bedrückenden Innensicht eines brachialen Militärkonflikts verdichten.

»Ein aufwühlendes Porträt über Liebe und Berufung im Schatten des Todes.« (Spiegel Online)

DE 2016 | Regie: Asli Özarslan | ab 12 Jahren | 71 Minuten