Der Palast des Postboten

Drama um einen Einzelgänger, der mit Worten nicht gut umgehen kann und daraufhin beschließt, für seine Tochter einen Palast zu bauen.

Movie Artwork

Ende des 19. Jahrhunderts arbeitet Joseph Ferdinand Cheval als einfacher Postbote im Südosten Frankreichs und fährt jeden Tag im Département Drôme die Dörfer ab, um Briefe zuzustellen. Als er Philomène trifft, ist er plötzlich nicht mehr allein. Umso erfüllter wird sein Leben außerdem, als seine kleine Tochter Alice geboren wird. Dieses Kind liebt er mehr als alles andere und beschließt deshalb, ein vollkommen verrücktes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mit seinen eigenen Händen will er für sie einen unglaublichen Palast erbauen. Das wird zu einer Aufgabe, der er trotz vieler Widrigkeiten 33 Jahre seines Lebens schenkt…

Den scheuen Einzelgänger Ferdinand Cheval spielt Jacques Gamblin in einer darstellerischen Glanzleistung, und zwar nicht nur, weil er einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren abdeckt. Er gibt dem scheinbar ungelenken, menschenscheuen und bis an den Rand des Erträglichen zurückhaltenden Postboten, den man heute einen solipsistischen Nerd nennen könnte, genau die richtige Art von Energie, die ihn dann doch extrem liebenswert macht.

»Eine der schönsten Überraschungen des fast beendeten Kinojahres.« (programmkino.de)

L' incroyable histoire du facteur Cheval | FR/BE 2018 | Regie: Nils Tavernier | Mit: Jacques Gamblin, Laetitia Casta, Bernard Le Coq | ab tba Jahren | 105 Minuten