Heimatfilm 2.0. im Ländle: Berührender Liebesfilm ohne Kitsch mit zwei der vielversprechendsten Nachwuchsdarsteller Deutschlands.

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Im badischen Dörfchen Sankt Peter scheint in den frühen 1950er Jahren die Welt in Ordnung. Doch die Idylle ist trügerisch. Beim Bacherbauer hängt der Haussegen schief. Der einzige Sohn Gregor soll den Hof übernehmen. Der junge Rebell hält indes wenig von Traditionen und will lieber an der geplanten Bundesstraße eine Tankstelle eröffnen, wofür er freilich viel Geld benötigt. Tochter Marie versucht, im Familienstreit zu vermitteln. Der sture Vater ist zum Einlenken jedoch nur bereit, sofern Marie schleunigst heiratet und ein Schwiegersohn den Betrieb übernimmt. Traualtar-Kandidaten für die attraktive Braut gibt es im Dorf zur Genüge. Doch Marie möchte keinen Mann, ist sie doch längst heftig verliebt – und zwar in den eigenen Bruder…

Schon seit Jahren gedeiht mit der Neuen Deutschen Sinnlichkeit eine Strömung innerhalb der hiesigen Filmlandschaft, welche Themen wie Sinnlichkeit und das Romantisch-Poetische zurück ins Rampenlicht des deutschsprachigen Films rücken möchte, ohne dabei in Kitschtümpel zu kippen. Auch „A Gschicht über d’Lieb“ ist ein solcher Neo-Heimatfilm, mit authentischen Kostümen, einer liebevolle Rekreation des idyllischen Schwarzwald-Flairs der 1950er und einem ausgeprägten Wille zur Ästhetik. Gleichfalls aber auch mit dem Mut, kontroversere Themen wie Inzest ins Zentrum zu stellen.

DE 2018 | Regie: Peter Evers | Mit: Svenja Jung, Merlin Rose, Thomas Sarbacher | ab 16 Jahren | 97 Minuten