In den letzten Jahren hat eine Flut französischer Komödien den Weg in die Kinos geschafft. Nicht selten handelten sie von der Überwindung sozialer Gegensätze und bescherten uns das wohlige Gefühl, dass ein harmonisches Zusammenleben möglich ist, wenn wir nur die filmisch gezeigte Grundhaltung in das reale Leben übertragen können.

Ganz anders Die feine Gesellschaft: Eine böse und urkomische Antwort auf die Süße und das Harmoniebedürfnis des französischen Kinos der letzten Jahre, bitterböse Groteske statt versöhnlicher Psychologisierung, Hackfleisch statt Birnenkuchen.

Der spätberufene Autorenfilmer Bruno Dumont erfindet sich in seinen Filmen stets neu und wurde dafür zweimal (für „Humanité“ und „Flandres“) beim Filmfestival in Cannes mit dem Großen Preis der Jury geehrt.