Transit

Nicht ankommen und nirgends dazugehören bedeutet im Transit zu sein. Georg ist einer von vielen auf einer zeitlosen Flucht.

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(DF)
Movie Artwork

Adaption von Anna Seghers‘ Roman „Transit“ von 1944.

Frankreich in der Gegenwart: Georg (Franz Rogowski) ist aus Deutschland geflüchtet und muss schnellstmöglich Paris verlassen. Es verschlägt ihn nach Marseille, wo er jedoch nur bleiben kann, wenn er den Behörden nachweist, dass er weiterreisen wird. Diese absurde Ausgangssituation meistert Georg, indem er die Papiere des toten Schriftstellers Weidel nutzt und sich als dieser ausgibt. Die Hoffnung, irgendwann per Schiff aus Europa wegzukommen, verbindet ihn mit den vielen anderen Geflüchteten in der Hafenstadt. Unter ihnen lernt er Marie (Paula Beer) kennen, die ihre ganz eigenen Geheimnisse mit sich herumträgt.

Mit seiner Verfilmung von Anna Seghers‘ Roman wagt Christian Petzold einen ungewöhnlichen Schachzug: Er versetzt die Handlung, die während des Zweiten Weltkriegs spielt, in die Gegenwart und schickt somit deutsche Bürger auf eine verzweifelte Flucht. Mit den ausgezeichneten Darstellern Franz Rogowski und Paula Beer wird aus experimenteller Zeitverschiebung ein zeitloses und universelles Szenario der Flucht und Verfolgung.

»Auch die Erinnerung, dass es vor gar nicht langer Zeit wir selbst waren, die flüchten mussten und diese Erfahrung so universell ist, dass sie auch uns jederzeit wieder passieren kann, hinterlässt großen Eindruck.« (kino-zeit.de)

»TRANSIT ist ein atemberaubend tanzender Film, und Franz Rogowski als Georg ist sein einzigartiger Tänzer. In jeder Regung, jedem Ton, jedem Blick.« (ARD TITEL THESEN TEMPERAMENTE)

DE 2018 | Regie: Christian Petzold | Mit: Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese | ab 12 Jahren | DF | 102 Minuten