Pforzheim – Die Mischung macht’s: Abschlussabend

Am letzten Abend zeigen wir alle acht Kurzfilme und feiern gemeinsam den Abschluss des Projekts.

Sa 21.10.
Movie Artwork

Sichtbares Ergebnis von „Pforzheim 2017 – die Mischung macht‘s“ ist eine Kurzfilmrolle mit allen filmischen Porträts. Umrahmt wird die Filmvorführung von einem Überraschungsprogramm. Es ist ein Dankeschön an alle HauptdarstellerInnen, die vor und hinter der Kamera das Projekt überhaupt möglich gemacht haben. Das Publikum ist an diesem Abend zu einer kulinarischen Revanche aufgefordert! Um Beiträge zum Buffet wird gebeten.

 

 

„Wir wollen eine freiheitliche, offene Gesellschaft“

Abschlussabend von „Pforzheim 2017- Die Mischung macht’s“ im Kulturhaus Osterfeld

„Wir stehen für eine tolerante, offene Stadtgesellschaft. Das ist unser Bild von Pforzheim. ‚Pforzheim 2017 – Die Mischung macht’s‘ ist in diesem Zusammenhang genau der richtige Ansatz und hat den Pforzheimer Kultursommer bereichert“, sagt Bürgermeisterin Sybille Schüssler. Zusammen mit Bürgermeisterin Monika Müller hat sie die Schirmherrschaft für das interkulturelle Kinoprojekt übernommen und den Abschlussabend im sehr gut besuchten Kulturhaus Osterfeld mit ihrem Grußwort eröffnet.
„Freie, demokratische Wahlen sind das Fundament unserer Gesellschaft“, so Christine Müh vom Kommunalen Kino. Es sei zunächst eine Unaufmerksamkeit gewesen, den Abschlussabend auf den Sonntag der Bundestagswahl zu legen. Doch im Nachhinein habe man den Termin kaum besser wählen können, sagt sie mit Blick auf das über dem Bundesdurchschnitt liegende Wahlergebnis der AFD in Pforzheim. Ähnliches führt Sybille Schüssler aus: „Vielleicht rüttelt dieses Wahlergebnis einige dahingehend wach, dass wir uns stetig für eine freiheitliche, offene Gesellschaft einsetzen müssen, die wir ja alle wollen“.
Im Mittelpunkt des letzten Abends von „Pforzheim 2017 – Die Mischung macht’s“ stehen aber nicht die Ergebnisse der Bundestagswahl. Das Geschehen dreht sich um die acht filmischen Porträts von 16 PforzheimerInnen mit und ohne Migrations- beziehungsweise Fluchthintergrund. Jede einzelne Lebensgeschichte ist an einem der acht Filmabende im Kommunalen Kino präsentiert worden. Beim Abschluss, der im Kulturhaus Osterfeld stattfindet, um allen Interessierten Platz zu bieten, wird ein etwas 75-minütiger, überaus gelungener und aussagekräftiger Zusammenschnitt gezeigt. Zusammengestellt worden ist er von dem Filmemacher Alexander Bambach. Dies kommt ebenso gut beim Publikum an, wie das anschließende Büffet. Sich bei Speis und Trank nach dem Film untereinander auszutauschen und so besser kennenzulernen, ist wichtiger Teil des Konzepts von „Pforzheim 2017“. Und darf beim Abschlussabend keineswegs fehlen. Diesmal haben allerdings nicht die HauptdarstellerInnen für das Publikum gekocht, sondern das Publikum ist zu einer kulinarischen Revanche aufgerufen gewesen. Mit einem Ergebnis, das keine Wünsch offen lässt. Die schon durch die ZuschauerInnen und das multikulturelle Büfett gegebene Vielfalt wird noch durch Musik von Svetlana Majer (Gesang) und Lukas Hoelzli (Gitarre) komplettiert. So macht’s auch am Abschlussabend wieder die Mischung, die für das Gelingen sorgt. Bleibt abschließend nur zu hoffen, dass sich Finanztöpfe auftun, um „Pforzheim 2017“ als „Pforzheim 2018“ fortzusetzen. Denn „in Pforzheim lebt die Welt. Die über 140 Nationen, die hier ansässig sind, prägen unsere Stadt“, so Sybille Schüssler.
Ina Rau

DE 2017 | Regie: Diverse | Mit: Diverse | 100 Minuten