Beuys

Andres Veiel legt die erste Kino-Dokumentation über den großen Aktionskünstler und Kunsttheoretiker Joseph Beuys vor.

Mi 18.10.
(DF)
Movie Artwork

Er gilt einer der größten Künstler und Kunsttheoretiker des 20. Jahrhunderts, der zeitweise sogar größer als Andy Wahrhol war und mit seinen spektakulären Aktionen für Aufsehen sorgte: Joseph Beuys. Gerade durch jene Aktionskunst ging Beuys in die Geschichte ein. So brachte z.B. in einem Raum fünf Kilo Butter an und nannte sein Werk später „Fettecke“, er pflanzte in Kassel tausende Eichen und erklärte in den 60er-Jahren einem toten Hasen die Bedeutung einiger Bilder – während sein Gesicht mit Blattgold und Honig übersät war. Geprägt wurde der in Krefeld geborene Künstler auch von seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg. Als Bordfunker wurde er 1944 über der Krim abgeschossen.

Andres Veiel, prämiert u.a. für „Black Box BRD“, liefert ein ausgezeichnetes Porträt des umstrittenen, deutschen Künstlerstars Joseph Beuys, das sich auf seine politische Kunst konzentriert. Sein Privatleben wird zwar weitgehend ausgespart, dennoch hat man das Gefühl, dem Künstler, seinen Positionen und Überzeugungen, und auch dem Menschen näher zu kommen. Mit dem Daumenkino-ähnlichen Aneinanderreihen von Fotoserien, die ihn bei der Arbeit zeigen, findet der Film auch eine schöne Ästhetik.

»Beuys ist der mit Abstand kurzweiligste Dokumentarfilm der letzten Jahre.« (welt.de)

DE 2017 | Regie: Andres Veiel | Mit: Joseph Beuys, Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck | ab 0 Jahren | DF | 107 Minuten