Sozialrealistisches Kino der Zwischentöne, von den Schwierigkeiten, den Glauben und das Weltliche in Einklang zu bringen.

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Oray ist sauer auf seine Frau Burcu. So sauer, dass er nach einem Streit mit ihr auf ihre Mailbox spricht und „talaq“ ausruft. Als streng gläubiger Muslim weiß er, welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Denn „talaq“ ist im Islam die Scheidung auf Probe. Der Mann muss seine Frau für drei Monate verlassen – erst danach darf das Paar wieder zusammenkommen, um zu überprüfen, ob die Bindung noch stark genug ist. Obwohl Oray seine Frau nicht verlassen will, gehorcht er seinem Glauben. Er zieht nach Köln, kommt bei einem Freund unter, nimmt einen Job auf dem Trödelmarkt an und knüpft Kontakte zu einer muslimischen Gemeinde. Doch eines Tages steht Burcu vor seiner Tür. Und Oray muss sich entscheiden: Für die Liebe zu seiner Frau – oder die Liebe zu seinem Glauben.

Bei der Berlinale als bestes Debüt ausgezeichnetes Drama um einen Mann, der sein kriminelles Leben hinter sich lassen und ein besserer Mensch werden will und sich zwischen seinem Glauben und seiner Frau entscheiden muss. Der Darsteller des Titelhelden Zejhun Demirov wurde beim First Steps Award für seine glaubwürdige Performance prämiert.

»…ein bemerkenswerter Film, der oft in fast dokumentarisch anmutender Weise einen Blick in Welten ermöglicht, die im deutschen Kino und auch Fernsehen meist ignoriert werden, wenn sie nicht gar komplett Klischeebesetzt geschildert werden.« (programmkino.de)

DE 2018 | Regie: Mehmet Akif Büyükatalay | Mit: Zejhun Demirov, Cem Göktas, Deniz Orta | ab tba Jahren | 100 Minuten