Decameron

Acht Episoden aus Boccaccios spätmittelalterlicher Novellensammlung, zu einem bunten Bilderbogen aneinandergereiht.

Movie Artwork

Episoden aus dem Leben im spätmittelalterlichen Italien: ein junger Mann wird hereingelegt, landet mit der Leiche eines Bischofs in dessen Sarkophag und findet einen Ausweg. Ein Liebespaar wird von der verfrühten Rückkehr des Ehemanns überrascht und weiß sich zu helfen, ein angeblich taubstummer Gärtner sorgt für freudige Momente in einem Frauenkloster, drei Brüder rächen sich am Liebhaber ihrer Schwester und einem ausgemachten Sünder gelingt es, auf seinem Sterbebett den Priester an der Nase herumzuführen und sich so einen tadellosen Nachruf zu verschaffen.

Eine Auswahl von Geschichten aus Giovanni Boccaccios „Dekameron“, mit der Pier Paolo Pasolini den Grundstein zu seiner „Trilogie des Lebens“ legte. Neben der aus der Vorlage übernommenen Betonung der Liebesfreuden, die deftig in Szene gesetzt werden, lässt es sich Pasolini nicht nehmen, einmal mehr Kritik an der Kirche und ihren bigotten Vertretern und Vertreterinnen zu üben. Er selbst ist als Maler Giotto zu sehen, der selbst-reflexiv verkündet, dass das Erdenken eines Kunstwerkes mehr Genuss verschafft als dessen Verwirklichung.

Il Decameron | IT/FR/DE 1970 | Regie: Pier Paolo Pasolini | Mit: Franco Citti, Ninetto Davoli, Angela Luce | ab 18 Jahren | 111 Minuten