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Alle dürfen mitbestimmen. Marie Wilke führt uns in ihrem Film die Fragilität des demokratischen Systems vor Augen.

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Wie manifestiert sich „Demokratie“ im öffentlichen Diskurs? Und wie kommunizieren wir eigentlich miteinander über unser politisches System? Diese Fragen sind der Aufhänger für Marie Wilkes Collagen-artige Doku, für die sie Bilder aus dem politischen Alltag der Bundesrepublik zusammentrug. Sie begleitet Touristen bei Führungen durch den Reichstag, besucht Workshops von SPD-Politikern ebenso wie Fernseh- und Zeitungsredaktionen, ist bei simulierten Abstimmungen über ein Gesetz dabei und fängt die Meinung des Volkes bei Demonstrationen ein. Auf den Demos geht es unter anderem um die Themen Flüchtlinge und Einwanderungsgesetze.

Wilkes vierte Doku feierte im Forum der diesjährigen Berlinale unter dem Thema „Im Reich der Perfektion – und Anderswo“ Premiere. Die Berlinerin studierte „Experimentelle Mediengestaltung“ an der Universität der Künste und arbeitete während ihres Studiums als Filmjournalistin für eine Tageszeitung. Seit Ende der 90er-Jahre realisiert sie eigene Dokumentarfilme und Videoinstallationen. Bundesweit bekannt wurde Wilke durch ihren Film „Staatsdiener“, der von Studenten einer Polizeischule in Sachsen-Anhalt handelt.

»Aktueller kann ein Film kaum sein.« (deutschlandfunkkultur.de)

DE 2018 | Regie: Marie Wilke | ab 0 Jahren | 98 Minuten