Olympia

Aktuell keine Termine
Movie Artwork

Ein zwanzigminütiger Prolog zeigt junge Menschen, die in verschiedenen Situationen gymnastische Übungen absolvieren. Die Szenen wurden zumeist an antiken Stätten aufgenommen, die Darsteller sind nackt oder zumindest halbnackt und ausnahmslos sehr schön. Auf die Einleitung folgen Bilder der Eröffnungsfeier mit glücklichen Menschenmengen und Ansichten der Stadt Berlin. Schließlich werden die eigentlichen Wettkämpfe gezeigt, wobei jede Sportart in einem eigenen Beitrag vertreten ist.

Der erste Teil von Leni Riefenstahls Monumentalwerk über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin bedient sich der deutschen Filmästhetik, wie sie in den 20er Jahren von den Ufa-Filmen geprägt und von Riefenstahl selbst als Fotografin verwendet wurde. Im Mittelpunkt dieses Stils stehen gesunde, muskulöse, makellose junge Körper und Gesichter, die miteinander – wenn überhaupt – nur physisch kommunizieren. Da sich das Konzept sowohl mit der olympischen Idee als auch mit der faschistischen Ideologie sehr gut vereinbaren ließ, konnte die Regisseurin ihr zweifellos großes Talent nach ihrem Parteitagsfilm „Triumph des Willens“ auch bei dieser Gelegenheit in den Dienst der Nationalsozialisten stellen und die Veranstaltung in ein prestigeträchtiges Bild rücken.

DE 1936-1938 | Regie: Leni Riefenstahl