Das Milan-Protokoll

Ein Geiselnahme-Drama einer deutschen Ärztin im Irak, verpackt in einem existenziellen Thriller vor aktuellem Hintergrund.

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Die deutsche Ärztin Martina arbeitet in der kurdischen Region im Norden Iraks an der Grenze zum „Islamischen Staat“ für eine deutsche Hilfsorganisation. Bei einer Grenzfahrt wird Martina von einer mit dem IS verbundenen sunnitischen Gruppe gekidnappt, weil diese einen Waffentransport vermutet. Diese Geiselnahme entwickelt sich zu einem packenden Wechselspiel, in dem alle Akteure – IS, PKK, die sunnitischen Stämme und die deutschen und türkischen Geheimdienste – ihre eigenen politischen Interessen verfolgen und versuchen irgendwie durchzusetzen. Nach ihrer Befreiung durch Kontakte des BND wird sie von dem deutschen Geheimdienstmitarbeiter Moses über die Zeit in Gefangenschaft befragt, wobei wiederum nicht klar ist, welche Rolle Moses tatsächlich in dieser Geschichte spielt.

DAS MILAN PROTOKOLL von Regisseur Peter Ott ist ein dicht gesponnenes Kammerspiel, das in Köln im Studio und an Originalschauplätzen in Dohuk, Nordirak, gedreht wurde und bietet einen realistischen Einblick in den verworrenen Konflikt im Nordirak, die unterschiedlichen Interessengruppen und Akteure in dieser Region des Nahen Ostens, die wir eigentlich nur aus den Nachrichten kennen.

»Der Film (…) profitiert von seiner beachtenswerten, vielschichtig gezeichneten Hauptfigur. Und: einer klugen, verschachtelten Erzählweise, die eine mitreißende Eigendynamik entwickelt.« (Programmkino.de)

 

DE 2017 | Regie: Peter Ott | Mit: Catrin Striebeck, Christoph Bach, Samy Abdel Fattah | ab 12 Jahren | 114 Minuten