Kommunales Kino Pforzheim

Woodstock in Timbuktu - Die Kunst des Widerstands

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Filmbild Woodstock in Timbuktu - Die Kunst des Widerstands
Mehrfach ausgezeichnete Doku über ein Musikfestival in der Sahara, das für den Erhalt der nomadischen Kultur eintritt.
Das »Festival au désert« direkt an der Grenze zu Timbuktu ist nicht nur eine Musikveranstaltung für das große Publikum, sondern gerade in einem bewegten Land wie Nordmali auch ein klarer gesellschaftspolitischer Appell für ein friedvolles Miteinander. Musiker wie Bono oder Robert Plant traten hier bereits auf, um ein Zeichen zu setzen. Für den Vielvölkerstaat Mali bietet das Festival nicht nur eine Begegnung mit Menschen aus der ganzen Welt, sondern vor allem mit den Kulturen des eigenen Landes.
Die eindrucksvolle und bewegende Dokumentation begleitet die dreitägige Veranstaltung »Festival au désert« im Jahr 2011, die vom Wüstenvolk der Kel Tamaschek initiiert wurde, und fängt die ganz besondere Atmosphäre des Großereignisses ein. Für die Menschen vor Ort stellt das Festival eine Ausnahmesituation in ihrem durch Armut und Unruhen bestimmten Lebensalltag dar. Seit dem Militärputsch am 21. März 2012 in der Hauptstadt Bamako sind die Kel Tamaschek in Malis Norden massiv bedroht. Es herrscht Krieg. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Das Festival au Désert musste aus Sicherheitsgründen im Jahr 2013 zunächst abgesagt werden.
»Wir bevölkern den schönsten und gleichzeitig bittersten Ort der Erde«, singt Oumara Moctar Bombino. Die Tuareg-Nomaden, die sich selbst Kel Tamaschek nennen, leben in der Sahara, verteilt auf fünf Staaten. Einmal im Jahr treffen sich viele von ihnen in Mali zum »Festival au désert«, dem Wüstenfestival. Drei Tage lang machen sie Musik und tauschen sich aus. Sie bezeichnen ihre Lieder und Gitarren als Waffen im Kampf für ein besseres Leben. Von Trotha gewährt Einblick in eine Kultur, die mit dem Fest ihre Identität festigen sowie für Frieden und Toleranz werben will. Diese Ziele teilen nicht alle: Anfang 2012 griffen Tuareg-Rebellen in Mali wieder zu den Waffen. Die Zukunft des Festivals ist ungewiss.« (Cinema)
Auszeichnungen:
Deutscher Dokumentarfilmpreis 2013 - Nominierung Longlist
FESPACO 2013, Ouagadougou, Burkina Faso - Section: Afrika gesehen durch die Augen von...
artFIFA Montreal 2013 - Official selection: Section HORIZONS
DE 2011 | Regie: Désirée von Trotha | Mit: Prädikat: Besonders wertvoll | ab 0 Jahren | 96 Minuten

Vorstellungen

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