Kommunales Kino Pforzheim

Die Reise Des Personalmanagers

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Filmbild Die Reise Des Personalmanagers
Der Gewinner des Publikumspreises beim Filmfestival von Locarno 2010: Eran Riklis Groteske ermuntert zu Hoffnung und Menschlichkeit

Es läuft nicht gerade rund für den Personalmanager der größten Bäckerei Israels. Seine Frau hat ihn verlassen, die Tochter ist von ihm enttäuscht, die Besitzerin des Unternehmens ist mit seiner Arbeit unzufrieden, und eine Boulevardzeitung klagt ihn an, eine rumänische Angestellte, die bei einem Selbstmordattentat in Jerusalem ums Leben kam, anonym im Leichenhaus liegen zu lassen. Um das Firmenimage aufzubessern, soll er den Leichnam nach Rumänien begleiten und für eine ehrenvolle Bestattung im Kreis der Familie sorgen. Ihn erwarten Schwierigkeiten ohne Ende. Eran Riklis lässt in seinem tragikomischen Roadmovie den namenlosen Titelhelden eine Odyssee durch ein fremdes Land, in dem nichts funktioniert, Korruption, Anarchie und Lethargie herrschen, durchleben. Nach A. B. Yehoshuas Roman erzählt er nach "Die syrische Braut" und "Lemon Tree" erneut vom Überschreiten von Grenzen, den emotionalen, nationalen, politischen und persönlichen. Die Tragik des mit fünf Ophrirs ausgezeichneten Films und die Traurigkeit seiner Hauptfigur kontrastiert er immer wieder mit urkomischen Szenen, trockenem Humor und einer kaum vorstellbaren Absurdität.
»Die verschrobene (nach)weltliche Komödie blickt mit Spott auf die Verworrenheit von Gesellschaft und Bürokratie und voller Verständnis auf die des Herzens. Die Suche nach einem Platz für die Verstorbene wird zur Suche nach einem Platz für die Lebenden: ein einem Heim und dem Gefühl von Zugehörigkeit, sei es an einem Ort oder ein einer Gemeinschaft. Dass Die Reise des Personalmanagers aus einer Toten eine lebendige Protagonistin macht, deren Geschichte das Dunkel zwischenmenschlicher Gleichgültigkeit erhellt, ist Riklis' eigenes absurdes Kunststück.« (kino-zeit.de)
THE HUMAN RESOURCES MANAGER | IL / DE/ FR / RO 2010 | Regie: Eran Riklis | Mit: Mark Ivanir, Guri Alfi, Noah Silver, Rozina Cambos, Julian Negulesco, Bogdan Stanoevitch | ab 12 Jahren | 103 Minuten

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