Kommunales Kino Pforzheim

Amer

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Filmbild Amer
Ein hypnotisierendes Filmkunstwerk über Angst, Begehren und Fiktion, inspiriert vom Genrekino des italienischen Giallo-Thrillers

Die Französin Ana wird in ihrer Kindheit zum ersten Mal mit dem Tod konfrontiert, als der Leichnam ihres verstorbenen Großvaters tagelang zu Hause aufgebahrt wurde. Gleichermaßen fasziniert und verängstigt beobachtet sie den leblosen Körper. Als sie in ihrer Jugend und Erwachsenenzeit in die alten Korridore der Villa zurückkehrt, erlebt sie wahre Schlüsselmomente des Schreckens, die ihr weiteres Leben und ihr Verhältnis zu ihrem eigenen Körper maßgeblich prägen sollen. Die Schatten der Vergangenheit verfolgen sie fortan in immer unheimlicheren Erscheinungen. Der Film von Hélène Cattet und Bruno Forzani erinnert stilistisch klar an das italienische Giallo-Genre der Siebzigerjahre, in dem die klassische kriminologische Suche nach dem Mörder ungemein blutig und experimentell inszeniert wurde. So steht hier nicht die Handlung im Vordergrund, sondern die drei Ausschnitte aus dem Leben Anas, die sich fast wortlos und albtraumhaft vor dem Zuschauer entfalten, wobei sich die großen Themen Tod, Sexualität, Lust und Angst miteinander vermischen und hauptsächlich von Geräuschen, Bildern und Farben zehren. Ein kunstvolles filmisches Triptychon. »Eine feministische Hommage an Hitchcock.« (Time Out London), »Ein reiches, vielfarbiges Mosaik unheimlicher Seitenblicke.« (The New York Times)
BE / FR 2009 2009 | Regie: Hélène, Bruno Cattet, Forzani | Mit: Cassandra Forêt, Charlotte Eugéne-Guibbaud, Marie Bos, Bianca Maria D'Amato, Harry Cleven, Jean-Michel Vovk, Delphine Brual | ab 16 Jahren | 90 Minuten

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